Inventarhalle
Projektpartnerinnen: Sophie Schaffer, Katharina Dunkl
Konzept
Der Entwurf basiert auf der Weiterentwicklung der bestehenden Inventarhalle durch eine vertikale Erweiterung. Die vorhandene Struktur des historischen Gebäudes bleibt erhalten und wird nach oben ergänzt. Ziel des Projekts ist es, eine starke architektonische Form zu schaffen, die unterschiedliche Nutzungen flexibel aufnehmen kann und gleichzeitig den Charakter des Bestands weiterführt. Die Gestaltung des Neubaus greift die formalen Prinzipien der bestehenden Halle auf und interpretiert sie neu.
Städtischer Kontext
Die Halle sitzt in der Mitte eines Stadtentwicklungsgebiets, welches neuen städtischen Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof schafft. Das Gebäude bildet den Übergang zwischen einer neu geschaffenen Parkanlage und der umgebenden Bebauung. Somit besteht die Aufgabe darin den öffentlichen Charakter des Parks in der Sockelzone aufzugreifen und weiterzuführen und die weiteren Teile des Gebäudes in Wechselwirkung treten zu lassen mit der Umgebung, sodass es als Ankerpunkt für die Nachbarschaft fungieren kann.
Raumprogramm
Die Grundrisse aller Geschosse sind bewusst offen gestaltet und ermöglichen eine hohe programmatische Flexibilität. Diese Struktur erlaubt unterschiedliche Nutzungen und Anpassungen im Laufe der Zeit, wodurch das Gebäude langfristig auf wechselnde Anforderungen reagieren kann.
Atmosphäre und Materialität
Die architektonische Gestaltung basiert auf einem Spiel aus Rhythmus und Variation. Die Bogenstruktur der bestehenden Fassade wird durch die geschwungenen Deckenplatten der Erweiterung fortgeführt. Unterschiedliche Fenstergrößen im Bestand finden ihre Entsprechung in variierenden Kurven der Deckenplatten im Neubau. So entsteht eine zusammenhängende architektonische Sprache, die Kontinuität und Transformation miteinander verbindet. Nach oben zunehmende Fensterflächten schaffen eine Leichtigkeit des langen Gebäudes und Begrünung eine Einbettung in den Park.