Bahnhof Hallstatt +
Projektpartner: Leonardo Haglmüller
Konzept
Das Projekt Hallstatt+ versteht den Bahnhof als räumliche Intervention im öffentlichen Raum, die sowohl Besucherinnen und Besucher als auch der lokalen Bevölkerung einen Mehrwert bietet. Die Anordnung der Baukörper verfolgt das Ziel, Reisenden einen ruhigen und klar strukturierten Übergang von der Ankunft zur Weiterreise zu ermöglichen. Die Volumen sind so positioniert, dass eine intuitive Wegeführung und eine klare Orientierung entstehen.
Kontext
Der Entwurf reagiert auf die besondere landschaftliche Situation von Hallstatt. Die Architektur inszeniert gezielt den Blick auf die alpine Umgebung und den Hallstätter See. Während die Sicht auf die Ortschaft zunächst bewusst gefiltert wird, eröffnet die Glasfassade großzügige Ausblicke in die umliegende Landschaft. Ein linearer Übergangsraum führt Besucher schrittweise in die Region ein und schafft Raum für Information und Orientierung, unter anderem durch eine Informationstheke zum UNESCO-Welterbe.
Raumprogramm
Neben der Funktion als Verkehrsknotenpunkt erweitert das Projekt auch die öffentlichen Freiräume der Gemeinde. Für die Bewohnerinnen und Bewohner entsteht ein neuer Zugang zum See in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Ein in das Gelände integrierter Badesteg sowie ein Waldrundweg mit Aufenthaltsbereichen schaffen neue Freizeitmöglichkeiten und Begegnungsräume für Einheimische und Gäste.
Atmosphäre und Materialität
Materialwahl und Geometrie sind bewusst zurückhaltend gewählt. Die Architektur tritt in den Hintergrund und dient vor allem dazu, die Landschaft und das Reiseziel inszenatorisch zu rahmen. Gefilterte Blickbeziehungen, transparente Fassaden und eine klare räumliche Abfolge lenken die Aufmerksamkeit auf die Natur und ermöglichen eine ruhige, kontemplative Annäherung an die Umgebung. Unbehandelter Beton als Material nähert sich dabei dem Fels an und die Stahlstützen der Vertikalität der Bäume.